SV HOHENLIMBURG KÖNNTE IM JUNI RELEGATION SPIELEN
Für den SV Hohenlimburg 1910 und den SC Berchum/Garenfeld ist die Relegation realistisch. Mögliche Aufstiegsrunden finden im Juni statt.
Garenfeld und Berchum standen im Juni 2016 Kopf, als die Bezirksliga-Fußballer des Sportclubs in Erwitte im Viertelfinale der Relegation um einen Aufstiegsplatz in die Landesliga spielten. Der damalige Gegner VfR Wellensiek gewann die Partie im Stadion am Zehntor mit 2:1. „Das war schon ein tolles Erlebnis. Ein Drittel der beiden Dörfer war unterwegs nach Erwitte. Das hat Spaß gemacht, auch wenn es nicht positiv ausging“, sagt Thomas Wegener, sportlicher Leiter des Sportclubs. Solche Relegationsspiele können in diesem Jahr nicht nur für die Berchumer, aber auch für den Landesligisten SV Hohenlimburg 1910 zur Realität werden. Beide Teams stehen in ihrer Liga auf Rang zwei und machen sich berechtigte Hoffnungen auf eine Aufstiegsrunde im Juni nach der Saison.
Explizite Regeln
In den Statuten des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) sind die Auf- und Abstiegsformalitäten explizit geregelt. Die höchste Amateurliga Westfalens ist die Oberliga, von der aus zwei Teams in die Regionalliga West aufsteigen müssen. Absteiger aus der Regionalliga landen dann in der Oberliga Westfalen, wenn sie geografisch auch zu dieser Region gehören. Da aus der Oberliga zwei Teams aufsteigen, müssen auch zwei Mannschaften die Liga auffüllen. Des Weiteren gibt es zwei Westfalenligen, vier Landesligen und zwölf Bezirksligen in verschiedenen Größen, die alle eine feste Anzahl an Auf- und Absteigern haben. In der Regel steigen die jeweiligen Meister direkt auf. Wenn sich nun in den oberen Ligen etwas verschiebt, entsteht ein Domino-Effekt, der bis zu den unteren Ligen reicht.
Ein sehr wahrscheinliches Szenario wäre folgendes:
Von den drei westfälischen Teams in der Regionalliga West, SG Wattenscheid 09 (Platz 14), 1. FC Kaan-Marienborn 07 (15) und SC Wiedenbrück (17), steigt nur eines in die Oberliga Westfalen ab, was aufgrund der derzeitigen Tabellensituation realistisch ist. Dadurch wäre die Anzahl von 18 Mannschaften in der Oberliga nicht erreicht, weshalb ein Westfalenligist mehr aufsteigen müsste. Dadurch wären die Westfalenliga-Staffeln nicht vollzählig, weshalb wiederum aus der Landesliga ein weiteres Team „hoch“ müsste. Das gleiche Spiel in der Bezirksliga. Die jeweiligen Tabellenzweiten spielen dann eine Aufstiegsrunde um die freien Plätze aus. Je mehr freie Plätze es gibt, desto mehr müssen von unten besetzt werden.
Weitere Szenarien würden sich ergeben, wenn Vereine entweder aufgrund von Insolvenz um den Zwangsabstieg nicht herumkommen oder Oberligisten nicht in die Regionalliga aufsteigen wollen. In der Oberliga stehen die U23 des Bundesligisten FC Schalke 04 sowie der TuS Haltern mit großem Abstand vorne.
Ein Sieg für die Zehner?
Wenn zwei Teams nachrücken müssen, würden in der Landesliga zwei von den vier Vizemeistern aufsteigen. In dem Fall würde für die Zehner, wenn sie denn Zweiter bleiben, ein Sieg auf neutralem Boden zum Westfalenliga-Aufstieg reichen. Bei einem freien Platz wären es zwei Relegationspartien. In der Bezirksliga müssten zwölf Teams die freien Plätze ausspielen. Mit einem möglichen Freilos in der ersten Runde würden das für den SC mindestens zwei und höchstens vier Siege zum Aufstieg in die Landesliga bedeuten.
„Wenn es nach 30 Spieltagen nicht möglich ist, Meister zu werden, dann geben wir uns auch mit der Relegation zufrieden“, sagt hingegen Michael Erzen, Chefcoach der Zehner.
Bericht: Fabian Sommer, WP